
Wer heute ein Gebäude nachhaltig, rentabel und zukunftssicher betreiben will, muss ganzheitlich denken und planen: Das beginnt beim Sensor und reicht bis zur Zukunftsstrategie des KI-unterstützten Facility Managements.
An der Digitalisierung in der Gebäudeautomation fehlt es heutzutage im modernen Smart Building wahrlich nicht. Von der Jalousie bis zur Fußbodenheizung ist alles vernetzt. Doch die vielen erhobenen Messwerte landen leider immer noch zu oft auf dem Datenfriedhof. Ein Grund dafür sind die vielen parallel existierenden Bussysteme, die eine funktionierende Gebäudeautomation in ein Gesamtsystem integrieren muss.
Dass das bei SAUTER Deutschland heute sehr gut funktioniert, liegt vor allem an den qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitenden. Gebäudeautomation ist jedoch kein Lehrberuf. Deshalb unterstützt SAUTER qualifizierte Mitarbeitende beim berufsbegleitenden Master Gebäudeautomation. Gemeinsam stellen wir bei all unseren Projekten die Kund*innen mit ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Wie soll die Immobilie am Markt positioniert werden? Welche Klientel soll bei der Nutzung angesprochen werden? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir gemeinsam mit den Investierenden, damit wir aus unserem bewährten GA-Baukasten und unseren Facility Services eine maßgeschneiderte Lösung für entwickeln können, so wie wir es bei mehr als 2.000 Projekten pro Jahr tun. Dabei sind wir durchaus erfolgreich: Wir erzielen allein durch Gebäude- und Raumautomation nach GEG (Gebäudeenergiegesetz) Einsparungen von durchschnittlich 15 Prozent bei einer Amortisierungsfrist von zwei bis drei Jahren.
Und es gibt noch viel zu tun. Da sind sich Klimaforschung und Politik einig. Der Gebäudesektor ist nach wie vor bei der Dekarbonisierung weitab vom zielführenden Pfad. Hierauf reagierte die Politik bereits in der vergangenen Legislaturperiode mit klaren gesetzlichen Vorgaben, die Gebäudeautomation zur Pflicht machen. Selbst wenn das GEG in den letzten Monaten infrage gestellt wurde: Auch die neue Regierung hat wohl eingesehen, dass sich die Physik des Treibhauseffekts ihrer Gewalt entzieht. Energieeffizienz und CO2-Reduktion bleiben alternativlos. Das gilt übrigens auch für den enormen Bestand an öffentlichen Gebäuden, bei dem es, gelinde ausgedrückt, in puncto Sanierung noch reichlich Luft nach oben gibt.
Datenintegration wird auf dem Weg zu Net Zero immer mehr zum Erfolgsfaktor Nummer eins. Es reicht heute nicht mehr, Messwerte aus dem Gebäude zu sammeln und dann zu reagieren. Zeitgemäße Gebäudeautomationssysteme beziehen auch die Wettervorhersage vorausschauend in ihr Regelmodell mit ein. Ist ein heißer Sommertag prognostiziert, schließen sich die Jalousien schon bevor zu viel Wärme ins Gebäude gelangt. So kann sehr kosteneffizient Energie eingespart werden.
Wir müssen das Gebäude erlernen. Wir, das sind die Beteiligten im Gebäudebetrieb und das Facility Management, das ist aber auch die Technik. Maschinelles Lernen wird immer wichtiger, damit lassen sich auch Extremwetterlagen wie der gefürchtete Münchner Föhn beherrschen.
Apropos Beherrschen: Auch hier besteht Integrationsbedarf. Ein Hochhaus beinhaltet heute mehr als 200.000 Datenpunkte und eine vielschichtige Aktorik. Die eingangs erwähnte Vielzahl an Bussystemen generiert hochkomplexe Systeme, die zur Herausforderung für das Facility Management werden können. Dokumentationen sind in der Regel reichlich vorhanden – die richtige zu finden, ist allerdings heute noch zuweilen Detektivarbeit. Hier können KI-Modelle das Facility Management unterstützen: Es braucht das Problem nur noch in natürlicher Sprache zu benennen und das System sucht das passende Ersatzteil und ein Video, das die Montage Schritt für Schritt erklärt. Solche KI-Unterstützungen auf dem Smartphone sind in vielen Branchen schon Standard und werden auch das Facility Management revolutionieren.
Eine Assistenz, die alle Investierenden schon heute nutzen können, nennt sich amanteia. Diese von uns entwickelte ESG-Software kann bereits auf der Basis weniger Eingaben ermitteln, ob sich ein Gebäude auf dem richtigen Dekarbonisierungspfad befindet. Das intelligente Tool macht sogar konkrete Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen.
Wir von SAUTER kennen den Markt aus unserer langjährigen Erfahrung viel zu gut, um auf jeden Technik-Hype gleich aufzuspringen. Doch das Thema Integration hat uns über unsere gesamte Firmenhistorie begleitet und ist im IoT-Zeitalter wichtiger denn je. Das gilt für alle Gebäudedaten. Lassen Sie uns gemeinsam den Gebäudesektor auf den richtigen Pfad führen, lassen Sie uns gemeinsam vorangehen.
Werner Ottilinger, SAUTER Deutschland Geschäftsführer
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